Vom gemeinsamen Lernen zur Umsetzung konkreter Projekte für die Energiewende

Lernen, Vernetzen, Umsetzen
Die Energiewende in Tutzing begann mit einer einfachen Frage: Was können wir vor Ort gemeinsam schaffen?
Aus dieser Frage ist eine Dynamik entstanden, die unterschiedliche Menschen vor Ort zusammengebracht hat und ins gemeinsame Handeln führte. Akteur*innen aus Kommune, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen ins Gespräch, lernten voneinander und entwickelten ein Verständnis dafür, was gebraucht wird.
Doch schnell war klar: Der Weg ist komplex. Viele Themen greifen ineinander – von Wärme über Strom bis hin zu Finanzierung und Infrastruktur. Viele Akteur*innen sind beteiligt, sie bringen unterschiedliche Perspektiven, Interessen und Möglichkeiten mit und haben bisher kaum zusammengearbeitet.
Damit aus dieser Komplexität eine zielgerichtete Bewegung entsteht, braucht es Struktur, Koordination und einen gemeinsamen Rahmen.
Komm:Transform begleitet und strukturiert diesen Prozess. Wir bringen lokale Partner und innovative Startups zusammen, machen Potentiale sichtbar und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass aus Austausch konkrete Umsetzung wird. Die Vielfalt der Akteur*innen ist dabei kein Hindernis, sondern die Grundlage für individuell passende, langfristige Lösungen.
So entsteht Schritt für Schritt ein gemeinsamer Weg. Nicht als Einzelmaßnahme, sondern als koordinierter Prozess, der Lösungen verbindet und vor Ort verankert. Gesteuert und entschieden von den Menschen vor Ort.
»Wir wollen miteinander herausfinden, wie wir unsere Energieversorgung gestalten wollen, und wie wir uns dabei gegenseitig unterstützen können.«
Ludwig Horn
Bürgermeister in Tutzing
Die Komm:Transform Energiekampagne "Neue Energie für Tutzing" gibt bestehenden und neuen Projekten einen gemeinsamen Rahmen und lädt alle Menschen vor Ort ein, die Energiewende nach eigenen Bedürfnissen mitzugestalten.
Der Auftakt findet am 29. April 2026 im Rathaus Tutzing statt und stellt genau diese Frage in den Mittelpunkt. Ziel ist es, aus dem Austausch eine gemeinsame Richtung zu entwickeln. Bürgermeister Ludwig Horn, die Bürgerenergie Tutzing, die Energiegenossenschaft Fünfseenland, die Aktionsgemeinschaft Tutzinger Gewerbetreibender, die Klimaagentur Klima³ sowie innovative Startups wie Zählerfreunde geben Einblicke in ihre Arbeit und zeigen, welche Beiträge sie leisten können.
Getragen vom Engagement der Menschen vor Ort entstehen dann die nächsten gemeinsamen Vorhaben: innovative Startups zeigen ihre Lösungen für Haushalte und Unternehmen; die Tutzinger Transitions-Tage im Juni 2026 machen neue Lösungswege sichtbar; Bürger*innen erleben Energiekonzepte in Unternehmen und Wohnhäusern bei einem MiTgeh-Tag im Juli; eine Energie-Messe im Oktober zeigt Lösungen zum Anfassen.
Alle Aktivitäten verbinden sich mit bereits erreichten Erfolgen: Die Bürgerenergie-Genossenschaft hat über eine Million Euro an Bürgerkapital für einen Solarpark mobilisiert. Ein Nahwärmenetz mit Seewärme und weitere Ansätze wie Mieterstrom sind von der Kommune und ihren Partnern angestoßen.
So entsteht ein Prozess, der bestehende Initiativen und neue Kooperationen verbindet und zeigt, wie die Energiewende von den Menschen vor Ort gestaltet wird.
Für Rückfragen und Interesse an der Kampagne steht Ihnen Nick Tewes gerne zur Verfügung (E-Mail: nick@jointransition.org).